BSG Borgentreich feiert Jubiläum

Zum 40. kommt „Hettwich vom Himmelsberge“

Borgentreich (bsg) Vom früheren „Versehrtensport“ der Kriegsversehrten hat sich der Verein zum heutigen hochqualifizierten Reha-Sportverein entwickelt: die BSG Borgentreich kann in diesem Jahr auf ihr 40-jähriges Bestehen zurückblicken. Dieses Ereignis wird am Samstag, 20. Mai, ab 17 Uhr in der Schützenhalle Borgentreich kräftig gefeiert. Der Vorstand um die 1. Vorsitzende Gisela Lattrich hat kürzlich alle Mitglieder zur Teilnahme eingeladen. Zur Unterhaltung hat sich als besonderer Gast „Hettwich vom Himmelsberge“ angesagt, die auch in Borgentreich ihre Wurzeln hat. Verzehrgutscheine für das Grillbuffet und Getränke zum Preis von 10 Euro (Mitglieder) und 20 Euro (Gäste) sind noch bis Ende April bei der Vereinigten Volksbank in Borgentreich erhältlich.

„Zur Zeit bewegen wir jede Woche bis zu 300 Menschen,“ schildert Gisela Lattrich die derzeitige Situation. Über 240 Personen kommen regelmäßig in die acht Orthopädiegruppen, drei Herzsportgruppen, eine Gruppe in der Krebsnachsorge oder in die beiden Wassergymnastikgruppen. Von ihrem Arzt haben sie dazu „Reha-Sport“ verschrieben bekommen, bei der BSG sind 14 qualifizierte und lizensierte Übungsleiterinnen sowie drei Ärzte tätig. Außerdem kümmert sich der Verein in der Bördestadt insbesondere um den Seniorensport; die Boule-Spielgemeinschaft „Bouletten“ wirft die Stahlkugel, die BSG-E-Biker erkunden vom Frühjahr bis zum Herbst die weite Landschaft und im Seniorenwohnheim betreiben Borgentreicher wie auch Hausbewohner den altersgerechten „Seniorensport 75+“. Für Junge und Junggebliebene gibt es Angebote von Latino-Dance bis zur Beckenboden-Gymnastik.

Offene Sportgruppe „Senioren 75+“

Neues Angebot der BSG Borgentreich:
Offene Sportgruppe „Senioren 75+“

Borgentreich (bsg)

Nach Boule und E-Bike-Touren legt die BSG Borgentreich im Seniorensport noch einen drauf: Am Donnerstag, 25. August, startet die neue offene Sportgruppe „Senioren 75+“. Teilnehmen kann jeder aus Borgentreich, der in der Mobilität eingeschränkt ist, aber trotzdem altersgerechte Gymnastik betreiben will. Anmeldungen werden ab sofort im Seniorenzentrum Borgentreich oder unter Rufnummer 05643/9496-0 angenommen; die Teilnahme ist vorerst kostenfrei.

„Eine tolle Kooperation, die die Seniorenfreundlichkeit der Orgelstadt Borgentreich nach vorne bringt,“ freute sich Bürgermeister Rainer Rauch bei der Vorstellung des neuen Angebots. „Vor allem, weil das nicht nur den Heimbewohnern, sondern allen älteren Borgentreichern offen steht.“ BSG-Vorsitzende Gisela Lattrich erläuterte die Entstehung: „Ende vorigen Jahres haben wir in einem Workshop gemeinsam gesessen und überlegt, wie man Sportverein und Seniorenheime zueinander bringen kann. Beim Geschäftsführer des Seniorenzentrums Jörg Rothe sind wir regelrecht „offene Türen“ eingerannt.“ Aus dem damals vom Kreissportbund Höxter initiierten Projekt ist jetzt eine nachhaltige und dauerhafte Kooperation geworden. Dazu Jörg Rothe: „Solche Angebote ergänzen unsere Arbeit. Wir stellen das Atrium unseres Hauses zur Verfügung und die BSG sorgt für die fachlich qualifizierten Übungsleiterinnen und das erforderliche Material. Jeder, der mitmachen will, ist in unserem Hause herzlich willkommen.“Alle Partner legen Wert darauf, dass dieses neue Sportangebot nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums vorgehalten wird. „Hier kann jeder mitmachen, der im Alter noch etwas für die körperliche Gesundheit tun will,“ fordert Gisela Lattrich zur Aktivität auf, „alle Senioren aus Borgentreich und Umgebung sind herzlich eingeladen, dabei zu sein.“ Das erste Treffen ist für Donnerstag, 25. August, ab 9:30 Uhr vorgesehen. Begleitet und vorerst finanziert wird das bisher kreisweit einmalige Angebot nicht nur von der BSG und dem Seniorenhaus, sondern auch über den Kreissportbund Höxter aus dem Sonderprogramm „Quartiersentwicklung“ aus dem Projekt „Bewegt ÄLTER werden“ des Landessportbundes NRW. Darum ist vorerst die Teilnahme kostenlos möglich.

Schieben gemeinsam den Pezziball an (v.l.n.r.): Simone Kremper (zuständig für den Aufbau der Begegnungsstätte), Heimleiter Jörg Rothe, Bürgermeister Rainer Rauch, Übungsleiterin Sieglinde Tabaka, BSG-Vorsitzende Gisela Lattrich und Übungsleiterin Natalia Friesen. Auch Heimbewohnerin Ursula Zumbrink (77, 3.v.r.) ist von dem neuen Angebot angetan und will auf jeden Fall mitmachen.

Schieben gemeinsam den Pezziball an (v.l.n.r.): Simone Kremper (zuständig für den Aufbau der Begegnungsstätte), Heimleiter Jörg Rothe, Bürgermeister Rainer Rauch, Übungsleiterin Sieglinde Tabaka, BSG-Vorsitzende Gisela Lattrich und Übungsleiterin Natalia Friesen. Auch Heimbewohnerin Ursula Zumbrink (77, 3.v.r.) ist von dem neuen Angebot angetan und will auf jeden Fall mitmachen.

E-Biker starten fit in den Sommer

Neue Sportgruppe der BSG Borgentreich
E-Biker starten fit in den Sommer

Borgentreich (bsg)

Mit einem kräftigen, aber nicht Ernst gemeinten „Rahmen- und Speichenbruch!“ schickte Frank Becker, Filialleiter der Sparda-Bank West eG aus Warburg, rund ein Dutzend E-Bike-Fahrerinnen und -Fahrer der BSG Borgentreich am Pfingstsamstag auf die erste Tour zur Klus Eddessen. Bis zur Sommerpause im August werden noch weitere acht Ausfahrten folgen.

BSG-Vorsitzende Gisela Lattrich hatte zuvor die Teilnehmer begrüßt. Dieses neue Sportangebot war erst eine Woche zuvor beim BSG-Aktionstag „E-Bike-fit in den Frühling“ gegründet worden. „Dem Vernehmen nach sind wir wohl die erste spezielle Pedelec-Gruppe im Kreis Höxter,“ meinte Lattrich stolz und erläuterte noch einmal das Zustandekommen der Gruppe. „Maßgeblichen Anteil an der Gründung hat die Sparda-Bank West, die in Verbindung mit dem Landessportbund NRW eine Anschubfinanzierung gesponsert hat.“ So sei z.B. die Organisation und Werbung, aber als sichtbares Zeichen auch die Anschaffung von Sicherheitswesten und Fahrradhelmen finanziert worden. „Unser Haus hat das Geld gerne zur Verfügung gestellt,“ sagte Filialleiter Becker dazu, „wir unterstützen damit insbesondere Aktionen der Vereine in unserer Region.“

Bis Ende Juli stehen noch acht weitere Fahrten auf dem Programm, das in den BSG-Aushangkästen oder im Internet unter www.bsg-borgentreich.de eingesehen werden kann, auch Prospekte sind verteilt worden. Jede Tour ist ausgearbeitet und wird von ortskundigen Personen geführt. Die nächsten Ziele sind jeweils sonntags am 22. Mai zum Hammerhof (13 Uhr ab Ederhalle Großeneder), am 29. Mai zum Schlosspark Rheder (13 Uhr, ab Kirche in Niesen), am 5. Juni nach Willebad-essen (13 Uhr ab Hüssenberghalle Eissen), am 12. Juni eine Diemel-Tour (10 Uhr ab Borgentreich, Boule-Anlage), am 26. Juni eine Twiste-Tour (10 Uhr, ab Warburg Diemelaue), am 10. Juli die Börde-Tour (13 Uhr ab Borgentreich, Boule-Anlage), am 24. Juli zum Desenberg und nach Warburg (10 Uhr ab Lütgeneder Bus-Depot Rose) und am 31. Juli nach Bad Karlshafen (10 Uhr ab Borgentreich, Boule-Anlage). Teilweise kann zur Rückfahrt der Fahrradbus genutzt werden. Die Teilnahme ist natürlich kostenlos und nicht an eine Mitgliedschaft in der BSG Borgentreich gebunden; trotzdem sind alle Fahrtteilnehmer versichert. Das Programm ab August bis zum Herbst wird rechtzeitig bekannt gegeben.

1. E-Bike-Ausflug

In leuchtend gelben Sicherheitswesten und selbstverständlich mit Helm gingen die BSG-Sportler unter Führung von Gisela Lattrich (4. v.r.) auf E-Bike-Tour. Sponsor Frank Becker (2. v.r.) und Lieferant Michael Knuth (3. v.r.) vom Fahrradhof Saken gaben den Startschuss.

Frühjahrs-Boule-Turnier

Frühjahrs-Boule-Turnier mit gutem Starterfeld
„Bouletten“ überraschten mit Buletten

Borgentreich (bsg)

Es war der Gag des Tages: Zum Mittagsimbiss servierten die „Bouletten“, das sind die Boule-Sportler der BSG Borgentreich e.V., ihren Turnierteilnehmern stilecht Buletten mit Kartoffelsalat. Auch sonst lief die Veranstaltung bei bester Laune, gepaart mit einem Willen zum Sieg, auf der Bouleanlage im Borgentreicher Schulzentrum ab. Nach sechs Runden konnten die Erstplatzierten ihre Trophäen in Gold, Silber und Bronze entgegennehmen.

Der Wettergott hatte doch noch ein Einsehen mit den Freizeitsportlern. Bei kühlem Sonnenschein fanden sich neun Zweierteams auf der Sandbahn ein; Turnierleiter Michael „Strumpy“ Strumpen erläuterte die Regeln des geltenden „Schweizer Systems“ und BSG-Vize Winfried Gawandtka gab mit einem kräftigen „Allez les boules“ die vier Sandbahnen frei. Bereits zum dritten Male trafen sich in der Bördestadt die befreundeten Kugelsportler aus Warburg-Herlinghausen, Beverungen-Wehrden und Borgentreich, um ihren Sieger zu ermitteln. Dass das nicht nur ein Seniorensport ist, zeigte der 11-jährige Michael Zimmermann, der mit seinem Opa Bernhard Westermann gekommen war. Ruhig und besonnen warf der Knirps Kugel um Kugel in die Nähe der Zielkugel, dem „Schweinchen“. Auch erfahrene Spieler zollten dem Nachwuchs-Bouler ihren Respekt.

Gab es voriges Jahr noch französischen Zwiebelkuchen als Reminiszenz an die Herkunft des Boule-Sports, so freuten sich Spieler wie Zuschauer dieses Jahr über die Buletten mit Kartoffelsalat, die die „Bouletten“ servierten. Erfreulicherweise schauten auch einige Zuschauer, unter ihnen Ex-Kreissportbund-Vorsitzender Alfons Menke, den Boulern über die Schultern, ließen sich die einfachen Spielregeln erklären und riskierten in den Spielpausen auch mal selbst ein paar Kugeln.

Nach sechs Spielrunden, in denen die Mannschaften in je 45 Minuten die Höchstpunktzahl 13 erreichen sollten, standen dann die Sieger fest. BSG-Vorsitzende Gisela Lattrich freute sich, die kleine Gold-Trophäe an die Erstplatzierten Marianne Moritz und Michael Strumpen (SSV Germania Wehrden) zu überreichen. Auf dem 2. Platz (Silber) folgten Ingelore Moreau und Friedhelm Tabaka, ebenfalls vom SSV Germania Wehrden. Die Borgentreicher „Bouletten“ Gerd Hartmann und Gerd Lenz konnten die Bronze-Trophäe nach Hause holen. Alle Teilnehmer erhielten eine hübsche Urkunde und die fünf Erstplatzierten noch kleine Sachpreise dazu.

Alle Teilnehmer des 2. Frühjahrs-Boule-Turnier der BSG Borgentreich e.V. stellten sich zum Gruppenfoto. In der vorderen Reihe die sechs Sieger (v.l.n.r.): Friedhelm Tabaka und Ingelore Moreau (2. Platz), Marianne Moritz und Michael Strumpen (1. Platz) sowie Gerd Lenz und Gerd Hartmann (3. Platz).

Alle Teilnehmer des 2. Frühjahrs-Boule-Turnier der BSG Borgentreich e.V. stellten sich zum Gruppenfoto. In der vorderen Reihe die sechs Sieger (v.l.n.r.): Friedhelm Tabaka und Ingelore Moreau (2. Platz), Marianne Moritz und Michael Strumpen (1. Platz) sowie Gerd Lenz und Gerd Hartmann (3. Platz).

Die drei Turnier-Verantwortlichen Michael Strumpen, Jürgen Koch und Winfried Gawandtka ließen dann noch eine interessante Katze aus dem Sack: Um die Freundschaft unter den drei Spielorten Wehrden, Herlinghausen und Borgentreich zu festigen, wird in diesem Jahr erstmals der „Diemel-Börde-Weser-Cup“ gestiftet und ausgespielt. Für den 20. August lädt der SSV Herlinghausen aus Anlass des 50-jährigen Vereinsjubiläums auf deren Anlage im Diemeltal ein. Künftig soll der Cup jedes Jahr an einem anderen Ort ausgespielt werden.

Turnier mit „Bouletten“ und Zwiebelkuchen

Borgentreich (bsg)

Das Wetter hatte doch noch ein Einsehen und so begrüßte eine strahlende Herbstsonne am vergangenen Samstag die Teilnehmer am 1. Herbst-Boule-Turnier der BSG Borgentreich auf der vereinseigenen Boulebahn im Schulzentrum. BSG-Vorsitzende Gisela Lattrich bedankte sich bei Organisator Winfried Gawandtka und Turnier-Chef Michael „Strumpy“ Strumpen und gab die Bahnen frei.

Der Spielleiter begutachtet die Lage der Kugeln zum "Schweinchen".

Der Spielleiter begutachtet die Lage der Kugeln zum „Schweinchen“.

Sechs Mannschaften zu je zwei Spielern von den gastgebenden „Bouletten“ der BSG, vom SSV Herlinghausen und vom SSV „Germania“ Wehrden ließen in drei Durchgängen die Stahlkugeln rollen. Obwohl die Boule-Sportler der BSG Borgentreich erst seit einem Jahr diesem aus Südfrankreich stammenden Sport frönen, forderten sie den Gästen manchen Punkt ab und lieferten sich spannende Wettkämpfe, bei denen häufig das Maßband über den Sieg entscheiden musste.

Jeder Spieler hat drei Kugeln und versucht, diese möglichst nahe an das zuvor geworfene „Schweinchen“, eine kleine Holzkugel, zu platzieren. Dabei ist es natürlich erlaubt und gängige Taktik, die Kugel des Gegners wegzuschießen oder mit den eigenen Boules die Zielkugel zu sperren. Am Ende punkten alle Kugeln, die näher als die nächste des Gegners liegen. Oftmals entscheiden nur wenige Zentimeter. Wer zuerst 13 Punkte erreicht, hat das Spiel gewonnen. „Da sich mit jedem Wurf die Konstellation der Kugeln ändert,“ erläutert Turnierleiter „Strumpy“, „bleibt das Spiel bis zum Schluss spannend.“

Die Sieger des Turniers.

Die Sieger des Turniers.