Kampf dem Herztod

BSG Borgentreich schildert Defibrillatoren aus

Borgentreich (bsg) Als wohl erste Kommune in OWL, wenn nicht sogar landesweit, hat jetzt die Stadt Borgentreich alle öffentlich zugänglichen Defibrillatoren (AED) mit großen Schildern kenntlich gemacht. Die Idee und Organisation der Aktion kam einmal mehr aus den Reihen des Rehasportvereines BSG Borgentreich e.V., die mit der Finanzierung der Schilder der Bevölkerung in besonderes Geschenk zum BSG-Jubiläum machen will. Bürgermeister Rainer Rauch und BSG-Vorsitzende Gisela Lattrich stellten jetzt die Aktion der Öffentlichkeit vor.

Die Idee, die in der Stadt Borgentreich vorhandenen AED-Geräte öffentlich auszuschildern, kam vom 2. BSG-Vorsitzenden Winfried Gawandtka, selbst Herzpatient. Er stellte sich vor, wie es einem Helfer ergeht, der in Hektik ein solches Gerät suchen soll. Offiziell ausgeschildert sind die Geräte bis jetzt nämlich nicht. Dazu muss man erst mal wissen, ob und wo es im Ort einen AED (Automatisierter Externer Defibrillator) gibt und ob er erreichbar ist, z.B. in der Nacht. Der Vorstand der BSG gab grünes Licht für die Ausschilderung und sagte die Kostenübernahme zu. Gawandtka: „ Unsere Recherchen ergaben, dass Hersteller von Straßenverkehrsschildern solche wetterfesten Schilder in annehmbarer Größe nicht im Programm haben. Daher nahmen wir Kontakt zur Fa. Beschriftungstechnik Vössing, Bühne, auf, die die Foliendrucke auf Aluminiumplatten herstellen konnte.“

Aufstellung der Defi-Schilder

Sie stellten die Aktion der Öffentlichkeit vor: (v.l.n.r.) Matthias Kämpfer und Johannes Ritter (Kreis Höxter), Rainer Rauch und Rolf Husemann (Stadt Borgentreich), Bettina Sturm (Deutsche Herzstiftung) sowie Winfried Gawandtka und Gisela Lattrich (BSG Borgentreich).

Im vorigen Jahr stellte die BSG einen Antrag an die Stadt Borgentreich, diese Idee als erste Kommune in OWL, wenn nicht sogar landesweit, zu verwirk-lichen. Bürgermeister Rainer Rauch sagte sofort zu und übernahm mit dem städt. Bauhof das Anbringen der Schilder, nachdem die Standorte mit dem Ordnungsamt abgeklärt waren. „Begleitend zu den Schildern wurde ein Flyer herausgegeben“, so BSG-Vorsitzende Gisela Lattrich, „der Hilfestellung für den Notfall gibt und die in Borgentreich vorhandenen AED-Geräte mit genauer Angabe der Erreichbarkeit auflistet. Der Flyer liegt an den AED-Standorten, in Arztpraxen, Apotheke usw. aus.“ Auf dem Flyer befindet sich ein QR-Code, mit dem man sofort auf die Homepage der BSG (www.bsg-borgentreich.de/aed) gelangt, wo man sich einen Film über den Einsatz eines AED anschauen kann. Die Texte des Flyers steuerte die Deutsche Herzstiftung, Frankfurt/Main, bei. Die Stadtverwaltung übernahm die Standorte auf ihre Homepage und zeigt sie via google-maps genau an.

Bei der Vorstellung der Aktion waren auch Matthias Kämpfer (Fachbereichsleiter der Kreisverwaltung Höxter) und Johannes Ritter, Leiter der Rettungsleitstelle, anwesend. Sie äußersten sich sehr lobend über die Aktion und wünschten sich, dass diese Idee Schule macht. Sie stellten in Kürze ein kreisweites „Defi-Kataster“ in Aussicht; damit wird einem hilfesuchenden Anrufer der Notrufnummer 112 genau erklärt, wo das nächsterreichbare AED hängt.

Leider sind die lebensrettenden Geräte noch nicht in allen Ortschaften vorhanden. „Wir suchen daher noch Sponsoren,“ erläutert Winfried Gawandtka, „die zum Beispiel einen AED für Borgholz finanzieren. Um alles weitere kümmern wir uns dann.“

Es wurden bisher insgesamt 17 Schilder in der ungefähren Größe DIN A 3 aufgehangen. Sie weisen auf das Gebäude hin, in dem sich der AED befindet einschließlich der Zeiten, in denen das Gerät geholt werden kann. Hat das Schild keine Zeitangabe, ist der AED täglich 24 Stunden erreichbar.

E-Bike – es geht wieder los

Liebe Fahrradler,

bald geht es wieder los. Das neue E-Bike-Programm liegt vor. Die Information gibt es gedruckt bei Gisela Lattrich oder digital als PDF hier auf der Seite.

Wir werden 40

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der BSG.

Die BSG Borgentreich e.V. wird 40 und das wollen wir feiern. Den Terminplan und die Einladung entnehmen Sie bitte diesem PDF.

Eintrittskarten für Mitglieder und Nicht-Mitglieder werden in der Volksbank Borgentreich vorverkauft. Eine Abendkasse wird es nicht geben.

Herbst-Boule-Turnier für Jedermann

Borgentreich (bsg)
Zum Abschluss der diesjährigen Saison veranstalten die „Bouletten“, die Boule-Spielgemeinschaft der BSG Borgentreich e.V., das 2. Herbst-Turnier am Samstag, 8. Oktober, ab 10 Uhr auf der vereinseigenen Boulebahn im Schulzentrum. Teilnehmer-Teams (2 Spieler) können sich ab sofort unter boule@bsg-borgentreich.de anmelden. Im Startgeld von 8 Euro pro Person sind ein Mittagsimbiss und die Getränke enthalten. Auf die Gewinner warten wieder hübsche Pokale und wertvolle Sachpreise.

"Boule-Chef" Gerd Hartmann. (Foto: W. Gawandtka)

„Boule-Chef“ Gerd Hartmann. (Foto: W. Gawandtka)

„Die Sommer-Saison ist hervorragend gelaufen,“ berichtet Winfried Gawandtka, stellvertretender BSG-Vorsitzender. „Seit Herbst 2014 hat dieses Freizeitsportangebot der BSG Borgentreich immer mehr Anhänger bekommen.“ Bisher haben sich rund ein Dutzend Damen und Herren dem Spiel mit der tennis-ballgroßen Stahlkugel verschrieben. Sogar eigene Shirts mit dem fröhlichen Namen „Bouletten“ haben sie sich beschafft und treten damit bei befreundeten Boulern zu Turnieren an. So zum Beispiel beim ersten Wettkampf um den riesigen „Diemel-Börde-Weser-Cup“ in Warburg-Herlinghausen, bei dem auch die Boulefreunde aus Wehrden vertreten waren.
Wer vor dem Turnier noch etwas trainieren möchte, ist herzlich zu den Spielzeiten (dienstags und samstags ab 14 Uhr) auf die Boulebahn neben der großen Sporthalle eingeladen.

Weser-Börde-Diemel-Cup bleibt in Herlinghausen

Spannung pur beim Boule-Turnier

Herlinghausen (EB)

Der neu gestiftete „Weser-Börde-Diemel-Cup“ bleibt bei den Herlinghäuser Boulern, zumindest vorerst. Im Rahmen ihres Sommer-Turniers boten die Boule-Sportler aus dem Gastgeberort Herlinghausen, aus Wehrden und aus Borgentreich spannende Spiele mit der tennisballgroßen Stahlkugel. Nach rund sieben Stunden konnten die Lokal-Matadoren Jürgen und Frederik Koch den 77 Zentimeter großen Wanderpokal in Empfang nehmen.

Ab diesem Jahr wird der vom Sporthaus Mewes aus Warburg gesponserte Wanderpokal jährlich unter den Boule-Vereinen aus Herlinghausen, Wehrden und Borgentreich ausgespielt. Aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums hatte der SSV Herlinghausen am Wochenende ins Diemeltal eingeladen. Ab 11 Uhr gingen insgesamt 14 Mannschaften in Zweier-Teams (Doublette) an den Start. In drei Gruppen aufgeteilt wurde in der Vorrunde nach dem System „Jeder gegen Jeden“ gespielt. Nach der Mittagspause, in der sich die befreundeten Teilnehmer bei Bratwurst und kühlen Getränken austauschen konnten, standen dann acht Mannschaften für die Zwischenrunde fest, in der über Kreuz gespielt wurde.
Der Boule-Platz war bestens präpariert und in sechs Bahnen aufgeteilt. Der Wettergott meinte es gut mit den Boulern und ließ nur einmal eine kurze Regenschauer fallen. Wer gerade nicht werfen musste oder bereits ausgeschieden war, stand am Rand der Anlage und verfolgte die teilweise recht spannenden Wettkämpfe, in denen verbissen und mit Ehrgeiz, jedoch immer fair, um Punkte gekämpft wurde. Mehrmals gelang es den Spielern, störende Kugeln des Gegners mit einem gezielten kräftigen Schuss mitten aus dem Pulk aus Kugeln zu entfernen, was natürlich mit Beifall belohnt wurden.
Die Endrunde um die Siegerplätze entpuppte sich als regelrechter Boule-Krimi: Im Finale leistete sich Jürgen Koch (SSV Herlinghausen) einen Patzer, der fatale Folgen hätte nach sich ziehen können gegen das stark aufspielende Finalteam Alexander Neumann und Nils Rasche. Beim Punktestand von 12:9 brauchte das „Vater-Sohn-Team Koch“ nur noch einen Punkt (gespielt wird auf 13 Gewinnpunkte), er platzierte seine Kugel direkt neben die Zielkugel und warf seine restlichen Boules jubelnd in Spiel. Aber Achtung: Der Gegner hatte noch eine Kugel auf der Hand! „Ich war wie im Tunnel,“ resümierte der ansonsten erfahrene Bouler Jürgen Koch, „ich achtete nicht auf meinen Gegner und sah nur meinen gelungenen Wurf.“ Die Aufnahme wurde den Regeln nach mit einem Punkt für den Gegner gewertet … so stand es plötzlich 12:10. Trotz aller Nervenanspannung gelang zusammen mit seinem Sohn Frederik Koch dann aber doch der Sieg mit 13:10 gegen die Vereinskameraden Alexander Neumann und Nils Rasche, die den 2. Platz belegten. Auf Platz 3 folgten Gabi Hildebrandt und Jörg Richter (SSV Herlinghausen), die Ingelore Moreau und Friedhelm Tabaka (SSV „Germania“ Wehrden) mit 13:7 auf den 4. Platz verwiesen.
Auf den folgenden Rängen kamen ins Ziel: 5. Platz Eva und Michael Strumpen (SSV „Germania“ Wehrden), 6. Platz Klaus Jürgens und Hubertus Hartmann (BSG Borgentreich), 7. Platz Ronny Dey und Helmut Dierkes (Mixed-Team Herlinghausen/Borgentreich) und auf dem 8. Platz landeten Mary Moritz und Geraldo Swania (SSV Wehrden).

 

Das Siegerfoto zeigt (v.l.n.r.): Ronny Dey (Herlinghausen), Michael „Strumpy“ Strumpen (Wehrden), die Sieger Frederik und Jürgen Koch (Herlinghausen, Winfried Gawandtka (Borgentreich). Foto: Gawandtka

Das Siegerfoto zeigt (v.l.n.r.): Ronny Dey (Herlinghausen), Michael „Strumpy“ Strumpen (Wehrden), die Sieger Frederik und Jürgen Koch (Herlinghausen, Winfried Gawandtka (Borgentreich). Foto: Gawandtka

Die nächsten Boule-Turniertermine stehen auch schon fest: Am Samstag, 8. Oktober, laden die „Bouletten“ der BSG Borgentreich e.V. zum Herbstturnier auf die Anlage im Borgentreicher Schulzentrum ein; die landschaftlich schön gelegene Boule-Bahn im Wehrdener Schloßpark ist Schauplatz des Turniers der Boule-Freunde vom SSV „Germania“ Wehrden am Samstag, 22. Oktober. Das nächste Turnier um den „Diemel-Börde-Weser-Cup“ wird im Herbst 2017 in Borgentreich stattfinden, wenn die BSG Borgentreich e.V. ihr 40-jährigers Jubiläum feiert.