Frühjahrs-Boule-Turnier

Frühjahrs-Boule-Turnier mit gutem Starterfeld
„Bouletten“ überraschten mit Buletten

Borgentreich (bsg)

Es war der Gag des Tages: Zum Mittagsimbiss servierten die „Bouletten“, das sind die Boule-Sportler der BSG Borgentreich e.V., ihren Turnierteilnehmern stilecht Buletten mit Kartoffelsalat. Auch sonst lief die Veranstaltung bei bester Laune, gepaart mit einem Willen zum Sieg, auf der Bouleanlage im Borgentreicher Schulzentrum ab. Nach sechs Runden konnten die Erstplatzierten ihre Trophäen in Gold, Silber und Bronze entgegennehmen.

Der Wettergott hatte doch noch ein Einsehen mit den Freizeitsportlern. Bei kühlem Sonnenschein fanden sich neun Zweierteams auf der Sandbahn ein; Turnierleiter Michael „Strumpy“ Strumpen erläuterte die Regeln des geltenden „Schweizer Systems“ und BSG-Vize Winfried Gawandtka gab mit einem kräftigen „Allez les boules“ die vier Sandbahnen frei. Bereits zum dritten Male trafen sich in der Bördestadt die befreundeten Kugelsportler aus Warburg-Herlinghausen, Beverungen-Wehrden und Borgentreich, um ihren Sieger zu ermitteln. Dass das nicht nur ein Seniorensport ist, zeigte der 11-jährige Michael Zimmermann, der mit seinem Opa Bernhard Westermann gekommen war. Ruhig und besonnen warf der Knirps Kugel um Kugel in die Nähe der Zielkugel, dem „Schweinchen“. Auch erfahrene Spieler zollten dem Nachwuchs-Bouler ihren Respekt.

Gab es voriges Jahr noch französischen Zwiebelkuchen als Reminiszenz an die Herkunft des Boule-Sports, so freuten sich Spieler wie Zuschauer dieses Jahr über die Buletten mit Kartoffelsalat, die die „Bouletten“ servierten. Erfreulicherweise schauten auch einige Zuschauer, unter ihnen Ex-Kreissportbund-Vorsitzender Alfons Menke, den Boulern über die Schultern, ließen sich die einfachen Spielregeln erklären und riskierten in den Spielpausen auch mal selbst ein paar Kugeln.

Nach sechs Spielrunden, in denen die Mannschaften in je 45 Minuten die Höchstpunktzahl 13 erreichen sollten, standen dann die Sieger fest. BSG-Vorsitzende Gisela Lattrich freute sich, die kleine Gold-Trophäe an die Erstplatzierten Marianne Moritz und Michael Strumpen (SSV Germania Wehrden) zu überreichen. Auf dem 2. Platz (Silber) folgten Ingelore Moreau und Friedhelm Tabaka, ebenfalls vom SSV Germania Wehrden. Die Borgentreicher „Bouletten“ Gerd Hartmann und Gerd Lenz konnten die Bronze-Trophäe nach Hause holen. Alle Teilnehmer erhielten eine hübsche Urkunde und die fünf Erstplatzierten noch kleine Sachpreise dazu.

Alle Teilnehmer des 2. Frühjahrs-Boule-Turnier der BSG Borgentreich e.V. stellten sich zum Gruppenfoto. In der vorderen Reihe die sechs Sieger (v.l.n.r.): Friedhelm Tabaka und Ingelore Moreau (2. Platz), Marianne Moritz und Michael Strumpen (1. Platz) sowie Gerd Lenz und Gerd Hartmann (3. Platz).

Alle Teilnehmer des 2. Frühjahrs-Boule-Turnier der BSG Borgentreich e.V. stellten sich zum Gruppenfoto. In der vorderen Reihe die sechs Sieger (v.l.n.r.): Friedhelm Tabaka und Ingelore Moreau (2. Platz), Marianne Moritz und Michael Strumpen (1. Platz) sowie Gerd Lenz und Gerd Hartmann (3. Platz).

Die drei Turnier-Verantwortlichen Michael Strumpen, Jürgen Koch und Winfried Gawandtka ließen dann noch eine interessante Katze aus dem Sack: Um die Freundschaft unter den drei Spielorten Wehrden, Herlinghausen und Borgentreich zu festigen, wird in diesem Jahr erstmals der „Diemel-Börde-Weser-Cup“ gestiftet und ausgespielt. Für den 20. August lädt der SSV Herlinghausen aus Anlass des 50-jährigen Vereinsjubiläums auf deren Anlage im Diemeltal ein. Künftig soll der Cup jedes Jahr an einem anderen Ort ausgespielt werden.

Turnier mit „Bouletten“ und Zwiebelkuchen

Borgentreich (bsg)

Das Wetter hatte doch noch ein Einsehen und so begrüßte eine strahlende Herbstsonne am vergangenen Samstag die Teilnehmer am 1. Herbst-Boule-Turnier der BSG Borgentreich auf der vereinseigenen Boulebahn im Schulzentrum. BSG-Vorsitzende Gisela Lattrich bedankte sich bei Organisator Winfried Gawandtka und Turnier-Chef Michael „Strumpy“ Strumpen und gab die Bahnen frei.

Der Spielleiter begutachtet die Lage der Kugeln zum "Schweinchen".

Der Spielleiter begutachtet die Lage der Kugeln zum „Schweinchen“.

Sechs Mannschaften zu je zwei Spielern von den gastgebenden „Bouletten“ der BSG, vom SSV Herlinghausen und vom SSV „Germania“ Wehrden ließen in drei Durchgängen die Stahlkugeln rollen. Obwohl die Boule-Sportler der BSG Borgentreich erst seit einem Jahr diesem aus Südfrankreich stammenden Sport frönen, forderten sie den Gästen manchen Punkt ab und lieferten sich spannende Wettkämpfe, bei denen häufig das Maßband über den Sieg entscheiden musste.

Jeder Spieler hat drei Kugeln und versucht, diese möglichst nahe an das zuvor geworfene „Schweinchen“, eine kleine Holzkugel, zu platzieren. Dabei ist es natürlich erlaubt und gängige Taktik, die Kugel des Gegners wegzuschießen oder mit den eigenen Boules die Zielkugel zu sperren. Am Ende punkten alle Kugeln, die näher als die nächste des Gegners liegen. Oftmals entscheiden nur wenige Zentimeter. Wer zuerst 13 Punkte erreicht, hat das Spiel gewonnen. „Da sich mit jedem Wurf die Konstellation der Kugeln ändert,“ erläutert Turnierleiter „Strumpy“, „bleibt das Spiel bis zum Schluss spannend.“

Die Sieger des Turniers.

Die Sieger des Turniers.

Franzosen entführen Boule-Pokal

Borgentreich (bsg)

Siegerehrung

Der Pokal des 1. Turniers zwischen Borgentreich und Rue geht nach Frankreich.

Mit einem knappen 2-Punkte-Vorsprung endete das Finalspiel des ersten Boule-Turniers zwischen Gästen aus der französischen Partnerstadt Rue und den Boule-Spielern der BSG Borgentreich. Jean-Claude Jardin (Foto re.) aus Rue und Klaus Jürgens (li.) von den Borgentreicher „Bouletten“ erhielten nach rund zwei Stunden aus den Händen von Robert M. Prell vom Freundschaftsverein den prachtvollen Wanderpokal. Galant überließ Klaus Jürgens den Preis seinem französischen Mitspieler, der mit einem spontanen „Den könnt Ihr Euch nächstes Jahr bei uns in Rue wiederholen!“ die neuen Freunde aus der Orgelstadt nach Frankreich einlud. Auf Platz 2 landeten Petra Vössing mit ihrer Partnerin Charlotte und den 3. Preis teilte sich Hubertus Hartmann mit Bertrand.

Als die Reha-Sportler im vorigen Herbst ihre Boule-Anlage eröffneten, war selbstverständlich klar, dass man in absehbarer Zeit dort auch mit den Freunden aus der Partnerstadt Rue spielen wolle. Gesagt, getan, und so planten Robert Prell und BSG-Vize Winfried Gawandtka das Freundschaftsturnier. Die BSG stiftete den Wanderpokal und lud zum Spiel ein, der Freundschaftsverein sorgte für das leibliche Wohl. So verlebte man bei herrlichem Spätsommerwetter ein paar nette Stunden in geselliger Runde. Insgesamt je acht Spieler aus den beiden Partnerstädten traten zum Wettkampf in gemischten Teams an; viele hatten dabei zum ersten Mal die tennisballgroße Stahlkugel in der Hand. Das tat dem Spaß keinen Abbruch, Geselligkeit war Trumpf. Auch Bürgermeister Rainer Rauch verfolgte einige Zeit das spannende Spiel auf der Boule-Anlage im Borgentreicher Schulzentrum.

 

Flüchtlinge boulen um die Wette

 

Borgentreich (bsg)

Die tennisballgroße Stahlkugel rollt mit Schwung über die Bahn und kickt die gegnerische Kugel zur Seite. Achmed, ein Flüchtling aus Syrien, grinst fröhlich und freut sich über den Erfolg, während sein Zimmernachbar Mohammad betrübt dreinschaut, aber in sportlichem Fair-Play zum Sieg gratuliert. Seit Mitte Mai bietet die BSG Borgentreich e.V. den Bewohnern der „Zentralen Unterbringungs-Einrichtung“ in der ehemaligen Bundeswehr-Kaserne in Borgentreich an, einmal in der Woche Boule zu spielen.

Winfried Gawandtka, 2. Vorsitzender der BSG und aktiver Bouler, hatte im vergangenen Winter spontan diese Idee, als der Landessportbund NRW die Aktion „Sport mit Flüchtlingen“ ins Leben rief. Bei Cornelia Schepers, Malteser-Mitarbeiterin in der ZUE, „rannte ich offene Türen ein“, berichtet er. Schnell war man sich einig, sobald das Wetter es zuließ, wurde die Anlaufbahn der ehemaligen Weitsprunganlage gesäubert, die BSG besorgte die Kugeln. Alle notwendigen Kosten wurden vom LSB übernommen. Sinn und Zweck der Aktion ist es, den Flüchtlingen, die eine schlimme Zeit hinter sich haben, etwas Unterhaltung und Zerstreuung durch den Sport zu bieten. Dass die Idee aufgeht, zeigt die bisherige Beteligung: „Jede Woche kommen einige Bewohner der Einrichtung, um das Spiel kennen zu lernen,“ berichtet der rührige BSG-Vize. „Natürlich haben wir Sprachschwierigkeiten, aber mit meinen paar Brocken Schul-Englisch, einem aufmunterndem Lachen und Schulterklopfen geht’s los. Die Spielregeln haben die Jungs in fünf Minuten begriffen.“ Schnell sind Teams gebildet, die mit Eifer bei der Sache sind und sich die wenigen einfachen Regeln erklären lassen. „Ich lege die Regeln nicht ganz so streng aus,“ meint „Mister Winni“, wie er dort genannt wird, „Hauptsache ist, wir haben gemeinsam ein oder zwei Stunden Spaß. Es waren auch schon Familien mit kleinen Kindern dabei, jeder ist willkommen!“

„Wir sind solchen ehrenamtlichen Herlfern sehr dankbar,“ stellt Malteser-Mitarbeiterin Cornelia Schepers heraus, „sie sind auch ein gutes Bindeglied zur Bevölkerung Borgentreichs und helfen mit, Vorurteile abzubauen.“ Winfried Gawandtka ergänzt: „Ich bereue meinen Einsatz bisher nicht, die Beschäftigung mit diesen Menschen, die oft noch relativ jung sind, aber schon Schreckliches erlebt haben, gibt mir viel. Wer offen und mit Interesse auf diese Menschen zugeht, wird mit einem Lächeln belohnt.“

Insgesamt 17 Vereine aus dem Kreis Höxter haben sich an dem LSB-Förderprogramm „Sport mit Flüchtlingen“ mit den unterschiedlichsten Angeboten beteiligt. In der Bördestadt ist die BSG Borgentreich der einzige Verein, der sich in dieser Form engagiert.

Nach einer Runde Boule stellen sich die Spieler mit Winfried Gawandtka und Cornelia Schepers (stehend, 5. und 6. von links) dem Fotografen.

Nach einer Runde Boule stellen sich die Spieler mit Winfried Gawandtka und Cornelia Schepers (stehend, 5. und 6. von links) dem Fotografen.

1. Boule-Turnier ein voller Erfolg

Borgentreich (bsg)

Als gelungene Veranstaltung konnten jetzt die Reha-Sportler der BSG Borgentreich ihr erstes Boule-Turnier auf der vereinseigenen Anlage verbuchen. 28 Sportler aus der Orgelstadt, aber auch aus Herlinghausen und Wehrden ließen sich in die Spielerliste eintragen und ermittelten in Zweierteams den Tagessieger. In einer separaten Klasse traten acht Teilnehmer der Lebenshilfe Brakel (Tagesstätte Peckelsheim) an. „Das Wetter hat mitgespielt, es war ein herrlicher Tag,“ zogen die BSG-Vorsitzende Gisela Lattrich und ihr Vize Winfried Gawandtka, der das Turnier organisiert hatte, Bilanz. Mancher Zuschauer blieb stehen und schaute dem interessanten Taktikspiel mit den Stahlkugeln zu. Als Turnierleiter hatte man Michael „Strumpy“ Strumpen aus Wehrden verpflichtet, der nach gut sechs Stunden und vier Spielrunden die Sieger ausrufen konnte (v.l.n.r.): Jürgen Koch und Ronny Dey (SSV Herlinghausen, 1. Platz), Inge Strumpen (SSV Wehrden, 2. Platz), Winfried Gawandtka, Silvia Schwill (Lebenshilfe, 1. Platz), Mary Moritz (SSV Wehrden, 2. Platz), Ralf Kleine (Lebenshilfe, 1. Platz), Gisela Lattrich sowie Eva Basan und Michael Strumpen (SSV Wehrden, 3. Platz). Alle erhielten eine Urkunde, die vorderen Plätze sogar Pokale und nette Sachpreise. Im Herbst soll das nächste Turnier folgen. Weitere Informationen unter www.bsg-borgentreich.de

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